Bürgerverein Karlsruhe-Rintheim: Konsultation zur Korridorstudie Mittelrhein (02.05.2015)

Sehr geehrter Herr Bundesminister Dobrindt,
der Bürgerverein Karlsruhe-Rintheim nimmt folgendermaßen Stellung zur o.g. Korridorstudie:

Rintheim als unmittelbar angrenzender Karlsruher Stadtteil von Hagsfeld wäre von einem vierspurigen Gleisausbau betroffen und lehnt diesen in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung ab. Nicht nur der Gleisausbau sondern auch die Lärmbelästigung bei massiv steigendem Güterverkehr auf der Schiene ist nicht akzeptabel.
Daher fordert der Bürgerverein Karlsruhe-Rintheim eine Optimierung der Verteilung der Belastung bei massiv steigendem Güterverkehr auf der Schiene auf alternative Gleistrassen sowohl bei Bestandsstrecken als auch bei Neubaustrecken. Dazu sollten alle Möglichkeiten links- und rechtsrheinisch ausgelotet werden, also sowohl (große oder kleine) Pfalzlösungen, inkl. der Prüfung einer Weiterführung im Elsaß, als auch alternative Strecken rechtsrheinisch.
Letztendlich muss ein massiv steigender Güterverkehr auf der Schiene auf viele Schultern verteilt werden im Sinne einer fairen Verteilung. Wir lehnen eine Konzentrierung des massiv steigenden Güterverkehrs auf die bestehende Trasse Graben-Neudorf – Karlsruhe strikt ab.
Eine optimale Verteilung hätte auch den Vorteil, dass im Katastrophenfall redundante Strecken für den leistungsfähigen Weiterbetrieb zur Verfügung stünden, was bei einer Konzentrierung des Güterverkehrs bei weitem nicht gegeben wäre.
Ein technisch optimaler aktiver Lärmschutz muss mit dem massiv steigenden Güterverkehr auf Bestandstrassen und auf Neubautrassen einhergehen. Wir fordern neben Lärmschutzmaßnahmen einen zügigeren Austausch zur Verbesserung des Rad-Bremsen-Schiene-Systems der Güterwagen.

Beste Grüße aus Karlsruhe-Rintheim

Dr. Helmut Rempp